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Teilen, organisieren, entscheiden, machen

Im Weiler 1 (W1OXF) teilen wir nicht nur Dächer und Wände, sondern auch Räume, Verantwortung und Entscheidungen. Unsere Gemeinschaftsräume machen das Zusammenleben praktisch und lebendig – und mit unserer selbstorganisierten, soziokratischen Struktur sorgen wir dafür, dass das alles transparent, fair und weitgehend konfliktarm funktioniert.

Unsere Gemeinschaftsräume

Im Weiler 1 – liebevoll W1OXF genannt, weil er im Oxford-Quartier steht – leben rund 190 Erwachsene und etwa 65 Kinder in einer bunten Gemeinschaft. Unsere drei Häuser heißen Riegel, Punkt und Winkel. Zwischen ihnen verteilen sich viele Gemeinschaftsräume, die das Herz unseres Zusammenlebens bilden.

Im Kulinarium wird gekocht, gegessen und gefeiert. Hier entstehen nicht nur Lieblingsgerichte, sondern auch Freundschaften. Der Grüne Salon ist unser gemütlicher Treffpunkt – ein Ort zum Reden, Spielen, Austauschen und einfach Zusammensein.

Kinder finden ihr Paradies im Spielzimmer, wenn draußen mal kein Wetter für Abenteuer ist. In der Waschküche teilen wir uns moderne Waschmaschinen und Trockner, im Musikzimmer wird gesungen, geprobt und getanzt.

Kreative und praktische Köpfe kommen in unseren Werkstätten zusammen: In der Textilwerkstatt entstehen kleine Meisterwerke, in der Holzwerkstatt wird gebaut, repariert und geschraubt, was das Material hergibt. Unsere Fahrradwerkstatt sorgt dafür, dass kein Platten lange hält.

Homeoffice ist bei uns gut möglich – dank gemeinsamer Coworking-Räume, die von Berufstätigen täglich genutzt werden. Für Gäste gibt es Gästezimmer, sodass auch Freund*Innen und Familienmitglieder willkommen sind.

So endet das Zuhause im Weiler 1 nicht an der eigenen Wohnungstür. Viele Räume, Ideen und Begegnungen verbinden sich zu einem lebendigen Ganzen – einer Nachbarschaft, die gemeinsam lebt, teilt und gestaltet.

Wie wir unsere Gemeinschaftsräume gestalten und verwalten

Damit unser Miteinander funktioniert, braucht es nicht nur schöne Räume, sondern auch gute Absprachen. Im Weiler 1 organisieren wir das gemeinschaftliche Leben selbst – nach Regeln, die wir gemeinsam entwickelt haben.

Jeder Gemeinschaftsraum wird von einer Gruppe betreut, die Verantwortung übernimmt: Sie kümmert sich um die Nutzung, achtet auf Sauberkeit, sorgt für Reparaturen und pflegt, was uns allen gehört. Über einfache Buchungslisten behalten wir den Überblick, sodass alle den Raum nutzen können, ohne dass sich Termine überschneiden.

Unsere Selbstverwaltung basiert auf einem soziokratischen Verständnis – also auf Mitbestimmung, klaren Zuständigkeiten und Transparenz. Dafür haben wir sogenannte Kreise gebildet, etwa für das Facility Management, das Kulinarium oder den Garten. Diese Gruppen arbeiten eigenständig, tauschen sich regelmäßig aus und sind verbunden über Knotenpunkte, die Hauptkreise.

Was auf dieser Ebene nicht entschieden werden kann, geben wir an den Vorstand weiter. So stellen wir sicher, dass Entscheidungsprozesse klar und nachvollziehbar bleiben.

In diesem System kann sich jede Person einbringen – ob mit Ideen, Verantwortung oder Engagement. Dadurch entsteht ein starkes Gefühl von Zugehörigkeit, und das Zusammenleben gelingt mit erstaunlich wenig Konflikten – weil wir gemeinsam gestalten, was uns gemeinsam gehört.

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