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Mit neuen Wohnprojekten geben wir Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen.

Die Genossenschaft steht – in allen Phasen von Planung, Realisierung und Nutzung ihrer Wohnprojekte – für wirtschaftliche, ökologische, soziale und kulturelle Nachhaltigkeit.

  • Das Grundbedürfnis „Wohnen“ wird der Spekulation entzogen: Bewohner: innen sind grundsätzlich Mitglieder der Genossenschaft. Sie erwerben nutzungsbezogene Geschäftsanteile und bringen damit selbst das notwendige Eigenkapital für „ihren“ Weiler auf. Die laufenden Kosten werden durch die Miete finanziert: „Zur Miete wohnen im eigenen Haus“.

  • Wertvoller Wohnraum wird begrenzt: Bei der Vergabe einer Wohnung gilt: „Maximal ein Zimmer mehr als Bewohner: innen“. Bei Änderung der Familien-/Wohnsituation werden Wohnungstausche angestrebt, die erleichtert werden durch gleiche Standards in allen Wohnungen; gleichwohl verliert niemand wegen „Unterbelegung“ seine Wohnung.

  • Reduktion von privaten KFZ: Der Verzicht auf die Nutzung von Kraftfahrzeugen wird angeregt durch eine Stellplatz-Nachweispflicht für private PKW und unterstützt durch Angebote/Förderung von umweltfreundlicherer Mobilität.

  • Ein solidarisches Finanzierungskonzept: Menschen mit größeren finanziellen Spielräumen ermöglichen Menschen mit wenig oder ohne Eigenkapital ein Leben im Weiler.

  • Die Wohnungen sind i.d.R. barrierefrei und „förderfähig“: Mindestens 30% der Wohnungen sind geförderte Wohnungen mit entsprechender Deckelung des Mietpreises. Grundsätze für die Vergabe von Genossenschaftswohnungen sichern eine möglichst gerechte und sozial verantwortete Vergabe des Wohnraums im Sinne der Genossenschaftsprinzipien.

Ein Weiler hat Größe.

Großen Wohnprojekten wohnt eine große Kraft inne: Viele Menschen haben viele Ideen, viele Talente, viele Kompetenzen, viele Hände und gemeinsam auch mehr finanzielle Mittel. Damit können viele Ideen umgesetzt werden, viele gemeinschaftliche Räume entstehen, viel Begegnung stattfinden und viel Hilfe angeboten und angenommen werden.
Alle tun das, was sie können und was sie zu tun bereit sind. Es ist in Ordnung, wenn sich Menschen im Projekt für kurze oder auch längere Zeit der Gemeinschaft entziehen. Freude am gemeinsamen Tun entsteht, weil niemand überfordert wird und niemand alle anderen bedingungslos mögen muss.

Wenn von 250 Menschen jeder nur einen Quadratmeter seines Wohnraumes der Gemeinschaft zur Verfügung stellt, entsteht 250 m² Raum, der jedem Bewohner und jeder Bewohnerin zur Verfügung steht: Luxus für alle.

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Deshalb wohnen mindestens 250 Menschen in einem Weiler: Ein Dorf in der Stadt.

Wir bauen eine Idee!

Ein Weiler wird nach den Grundsätzen der Genossenschaft gemeinschaftlich von seinen zukünftigen Bewohnern und Bewohnerinnen geplant, entwickelt und realisiert. Für diesen demokratischen Prozess nutzt die Genossenschaft das Soziokratische Kreismodell.

Alle Aktiven diskutieren und handeln nach dem Prinzip: Wir planen nicht unsere eigene Wohnung, denn: Wir bauen eine Idee.

Kreis Öffentlichkeitsarbeit
Kreis Gebäude und Bauen
Kreis genossenschaftliche Selbstorganisation
Kreis Verwaltung
Belegungskommission
Leitungskreis

Ein Weiler ist zukunftsweisend, resilient und postwachstumstauglich.

  • Gesamtgesellschaftliche Verantwortung und Solidarität findet Ausdruck in wertschätzendem Miteinander von Menschen, die sich kennen – gut gemischt im Hinblick auf Alter, Herkunft, gesellschaftlichem Status, finanziellen Möglichkeiten und körperlicher Befähigung.
  • Den Wohnungen sieht man nicht an, ob die darin Lebenden arm oder reich sind; man sieht ihnen aber sehr wohl an, dass sie ohne Schnickschnack in hoher Qualität mit Blick auf ökologische Nachhaltigkeit entstanden sind.

  • Dass beim Bau Wert auf ökologische Nachhaltigkeit gelegt wird, ist nicht immer von außen sichtbar.
  • Single-, Paar- und Familien-Wohnungen sowie neue, auch experimentelle Wohnformen geben individuellen Lebenssituationen und Vorlieben Raum.

  • Wohnen verbindet sich durch von allen genutzte Räume mit Arbeit, Kultur und Freizeitgestaltung. Die gelebte Kultur des Teilens ermöglicht bei Ressourcen sparender Lebensweise eine nachhaltige Genusskultur für alle.

  • Ein bewusster – wenn immer möglicher – Verzicht auf private Autos verbunden mit der Nutzung von umweltfreundlicherer Mobilität tragen zu einem nachhaltigen, kindgerechten, lebenswerten Umfeld bei.

  • Regional und nachhaltig produzierte Lebensmittel – gerne aus urbanen Gärten oder Betrieben der Solidarischen Landwirtschaft – sind Grundlage für gemeinschaftliche Mahlzeiten.

  • Die Identifikation mit dem Weiler ist Triebkraft bei der gemeinschaftlich organisierten Bewirtschaftung, Instandhaltung und Weiterentwicklung.

  • Vielfältige Vernetzung und bereichernde Nachbarschaften ergeben sich aus Offenheit, Interesse und Angeboten für das Quartier.

Ein Weiler wird nie fertig.

  • Weil die menschengemachten Probleme nie enden werden,
  • weil sich unsere Gegenwart auch in Zukunft immer ändern wird,
  • weil es immer technische Fortschritte genauso wie menschliche Rückschritte geben wird,

  • vielleicht auch einfach, weil wir alle Menschen sind,

… deshalb begreifen wir nicht nur die Entwicklung und Realisierung eines Weilers, sondern auch das Leben im Weiler als Reallabor: Wie wollen wir jetzt und in Zukunft leben?